Allgemeines zur Grund- und Hauptschule Gildehaus
Die Grund- und Hauptschule Gildehaus wird zurzeit von 550 Schülerinnen und Schülern besucht.
Sie werden in dreizehn Haupt- und 12 Grundschulklassen sowie einer Schulkindergartentruppe
(schulpflichtige, aber noch nicht schulreife Kinder) unterrichtet. Sämtliche Fachräume sind
auf dem Schulgelände vorhanden, dazu kommen zwei Sporthallen und ein Sportplatz mit
Tartanbahn. Vor zwölf Jahren ist unsere Schule eine Kooperation mit der Vechtetalschule
Nordhorn (Förderschule für geistige Entwicklung) eingegangen. Eine Klasse dieser Schule
wurde bei uns von Förderschullehrerinnen unterrichtet. Neben dem Schulleben nahmen diese
SchülerInnen verstärkt am Unterricht verschiedener Grundschulklassen teil. Auch wurde bereits
an einigen Stellen mit HauptschülerInnen kooperiert. Leider gibt es zurzeit nicht genügend
FörderschülerInnen aus der Obergrafschaft, so dass momentan keine Klasse bei uns beschult
wird.
38 LehrerInnen (21 VollzeitlehrerInnen, 17 TeilzeitlehrerInnen und ein
Lehramtsanwärter) arbeiten an der Grund- und Hauptschule Gildehaus; hinzu kommen zwei
Hausmeister, eine Schulassistentin/Schulsekretärin und eine weitere Sekräterin auf 400 €
Basis. Für die "Verlässliche Grundschule" wurden außerdem fünf pädagogische Mitarbeiterinnen
eingestellt. Seit Oktober 2001 konnte ein Schulsozialarbeiter mit halber Stundenzahl für
den Hauptschulzweig unserer Schule durch die Maßnahmen des Kultusministeriums "Stärkung der
Hauptschule" beschäftigt werden. Seit November 2010 arbeitet ein Berufseinstiegsbegleiter
mit 20 lernschwachen SchülerInnen ab Klasse 8 für einen Zeitraum von drei Jahren (siehe neue
Projekte: Berufseinstiegsbegleiter) und ab Sommer 2011 nimmt ein weiterer
Berufseinstiegsbegleiter seinen Dienst auf, um sechs SchülerInnen aus dem derzeitigen achten
Jahrgang in den Beruf zu begleiten. Desweiteren sind zwei Förderschullehrerinnen mit jeweils
sechs Stunden für das Projekt "Lernen unter einem Dach" zu uns abgeordnet. Seit dem Jahr
2009 arbeiten jährlich zwei bis drei JahrespraktikantInnen oder Zivildienstleistende bei uns,
um die Arbeit der LehrerInnen zu unterstützen (siehe neue Projekte: Förderstunden).
Von den 550 SchülerInnen sind ca. 20% Ausländer, ca. 3% Kinder aus dem Eylarduswerk
(Diakonische Kinder- Jugend- und Familienhilfe). Gerade diese Kinder und Jugendlichen stellen
eine große Herausforderung für unsere Schule dar, da sie mit einer sehr "bewegten"
Vergangenheit zu uns kommen. Auch kommt es häufig vor, dass die oben genannten SchülerInnen
plötzlich bei uns eingeschult werden und uns auch sehr schnell wieder verlassen können. Nur
die wenigsten Bewohner der diakonischen Kinder- Jugend und Familienhilfeeinrichtung bleiben
während ihrer gesamten Schulzeit in Gildehaus. Hier ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit
den ErzieherInnen nötig, zum Wohle der uns anvertrauten SchülerInnen. Der Sozialarbeiter
leistet hier wichtige Arbeit.
Eine weitere große Herausforderung sind unsere 80 niederländischen SchülerInenn. Durch
Ausweisung neuer Baugebiete setzte ein "Run" niederländischer Familien nach Bad Bentheim /
Gildehaus ein (Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten mehrfach). Vor einigen Jahren
besuchten fast alle niederländischen Kinder Schulen jenseits der Grenze. Durch positive
Elternarbeit und Zusammenarbeit mit niederländischen Schulen besuchen immer mehr Kinder
unsere Schule. Seit Dezember 2006 erteilen wir zusätzlich zum normalen Unterricht für
niederländische Kinder vier Stunden wöchentlich muttersprachlichen Unterricht in den
Randstunden oder am Nachmittag, gegeben von niederländischen LehrerInnen. Bezahlt wird
dieser Unterricht von der Stiftung "SNOB" aus den Niederlanden. Seit August 2010 wurde
für diese SchülerInnen eine eigene Schule nach niederländischem Recht gegründet. Sie trägt
den Namen "De Brug" und wurde bereits sehr erfolgreich von der niederländischen Inspektion
überprüft.
Der Grundschulzweig unserer Schule ist durchgängig dreizügig, der Hauptschulzweig ist
durchgängig zweizügig, der zehnte Jahrgang hat drei Klassen. Der Jahrgang zehn wird
freiwillig besucht und in ihm wurden bis 2009 SchülerInnen der Grund- und Hauptschule Bad
Bentheim aufgenommen. Bei besonders guten Leistungen kann sogar ein Realschulabschluss
vergeben werden (über 60% der SchülerInnen). Jährlich bleiben 70 - 80% unserer Neuntklässler
bei uns und besuchen die Klasse 10. Dies zeigt eine hohe Akzeptanz unserer Hauptschularbeit.
Das war nicht immer so. Aus einer einzügigen Hauptschule (1996) entwickelte sich langsam
eine Zweizügige. Begonnen wurde die positive Arbeit mit der Teilnahme am bundesweiten
Wettbewerb der "Initiative Hauptschulen" - Hauptschulpreis 1999. Hier sollte die Arbeit der
Hauptschulen, die seinerzeit zur Restschule zu verkümmern drohte, beschrieben werden. Wir
erreichten auf Bundesebene den 5. Platz und wurden in Berlin im Schloss Bellevue vom
Bundespräsidenten Herzog ausgezeichnet und bekamen 2000 DM an Preisgeld.
Fortgesetzt wurde diese Arbeit mit der Teilnahme am 2. Hauptschulpreis im Jahre 2001, welche
unter dem Motto - "Erziehung zur Eigenverantwortung - Jugendliche lernen, ihr Leben zu
gestalten - frei von Abhängigkeit - frei von Gewalt" - stand. Wir errangen wiederum den
5. Platz auf Bundesebene und bekamen vom Bundespräsidenten Rau im Schloss Bellevue die
Urkunde und 2500 DM überreicht. Seit 2002 sind wir "Gütesiegelschule". Wir gehörten zu den
ersten 28 Hauptschulen des Bezirkes Weser / Ems, die diese Auszeichnung vom damaligen
Regierungspräsidenten Bernd Theilen in Vechta überreicht bekamen. Gleichzeitig bekamen
wir vom Landrat Ricken für die Arbeit "Fit in die Ausbildung" (Wettbewerb des Landkreises
Grafschaft Bentheim) den ersten Preis und ein Preisgeld von 2250 €. Das oben erwähnte
Gütesiegel wurde in den Jahren 2005 und 2008 erneuert bzw. verlängert (von allen
Preisverleihungen berichteten die Zeitungsartikel). Wir waren lange Zeit die einzige
Grafschafter Schule, die sich "Gütesiegelschule" nennen durfte.
Im Sommer 2004 wurden wir Ganztagshauptschule; Arbeitsverträge, Kooperationsverträge und
Dienstleistungsverträge wurden geschlossen. Mittagessen musste organisiert werden (bis 2007
ohne Mensa). Diese Schulform wurde zum Renner 90 % der HauptschülerInnen waren mindestens
einmal in der Woche nachmittags in der Schule, 69 SchülerInnen sogar an allen 4 Tagen.
Täglich nahmen ca. 75 SchülerInnen ihr Mittagessen in der Schule ein. Diese Erfolge führten
dazu, dass auch unser Grundschulzweig im Schuljahr 2005/06 Ganztagsschule wurde, allerdings
ohne Stundenzuweisung durch das MK. Seit dem Schuljahr 2006/07 werden wir allerdings mit
11000 € seitens des Landkreises und unserem Schulträger finanziell unterstützt, um
ganztägige Grundschularbeit bi 16.00 Uhr leisten zu können. Aktuell sind mit folgenden
Organisationen und Vereinen Kooperationsverträge geschlossen: TuS Gildehaus, Fitnessstudio,
Schützenverein, Feuerwehr, Firma Veno, Firma P-Well, Diakonie, Landfrauen, NTC Schule
"De Brug", Musikakademie Obergrafschaft, VVV, VHS, ev.ref. Kirchengemeinde, Reitschule
Lindebaum, DRK, Familienbildungsstätte, Atelier-Galerie Gilde-Art, Eylarduswerk und dem
Elternverein. Durch diese Vernetzung besitzt die Schule eine hohe Akzeptanz im Ort die vor
allem durch die vielen Auftritte des 70 Kinder umfassenden Grundschulchores gefördert
wird.
Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit in der Hauptschule ist die Ausrichtung auf die
spätere Berufswelt ("Fit für die Ausbildung"), daneben sind vor allem im Nachmittagsbereich
zwei Schwerpunkte zu erkennen, nämlich musische und sportliche Betätigung.
Neben den Kooperationsverträgen (s. oben) mussten hierfür mit 25 Personen Arbeits- oder
Honorarverträge geschlossen werden. Außerdem können die älteren HauptschülerInnen im
Nachmittagsbereich bei 24 Betrieben oder Einrichtungen einen Praxistag für ein halbes
Jahr absolvieren (siehe Ganztagsangebot).
Die Grundschule gehört ab dem Schuljahr 2006 /07 zum Hochbegabtenverbund Obergrafschaft.
Hier werden wir sprachliche (Niederländisch und Französisch) und mathematisch /
naturwissenschaftliche Schwerpunkte an unserer Schule setzen. Schon seit einigen Jahren
nahmen wir am Mathematikwettbewerb "Känguru" mit Erfolg teil und werden dieses weiterhin
tun. Seit mehreren Jahren nehmen wir ebenfalls mit Erfolg an der Mathe-Olympiade teil, seit
dem letzen Schuljahr an der Mathe-Online Nacht.
Die Leseförderung durch das Computerprogramm "Antolin" ist zur Selbstverständlichkeit
geworden, ebenfalls die Ausbildung der Lesefüchse, Lesewettbewerbe in beiden Schulformen
genauso wie der Vorlesewettbewerb "Platt".
Wir sind ein junges, dynamisches Kollegium. 16 Kolleginnen sind 40 Jahre und jünger. Die
Schule zeichnet sich durch jahrelange positive Pressearbeit aus (siehe Homepage).
Elternarbeit wird ebenfalls positiv gestaltet. Alle sechs Wochen trifft sich die
Schulleitung mit dem Schulelternratsvorstand. Hier werden positive Weichen für die Schule
gestellt. Eine externe Evaluation fand im November 2007 im Rahmen der Schulinspektion statt.
Die sehr guten Ergebnisse werden durch ein Schreiben unseres Bürgermeisters Herrn Dr. Volker
Pannen vom 10.12.2007 (siehe "Aktuelles" - Homepage) beschrieben.
Im Jahre 2009 ließen wir das Selbstevaluationsverfahren "SEIS" mit hoch interessanten
Ergebnissen extern auswerten.
Mit Schuljahresbeginn 2009/10 nahmen wir ca. 100 SchülerInnen der Bentheimer Grund- und
Hauptschule auf. All unsere bestehenden Klassen wurden aus diesem Grunde neu
zusammengestellt. Die Integrationsphase verlief recht reibungslos. Im Juni 2010 begann
die Neugestaltung des Grundschulhofes und eine Teilerneuerung des Hauptschulhofes mit
Hilfe der Ergotherapieschule, der GBQ, des Bauhofes und vieler fleißiger Helfer aus der
Elternschaft, des Lehrerkollegiums und einiger HauptschülerInnen. Weitere Maßnahmen zur
Umgestaltung des Hauptschulhofes sind angedacht.
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